| Kriminalität und Strafjustiz in der Moderne, 18.–20. Jh. |
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Tagung zur Historischen Kriminalitätsforschung 2013 München, 19.-21. September 2013
Conveners: Sylvia Kesper-Biermann (LMU München), Désirée Schauz (Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte), und Richard F. Wetzell (GHI Washington) Die gesellschaftliche Diskussion über Kriminalität und Strafen unterliegt Konjunkturen. Nachdem etwa in Deutschland in den letzten Jahren die Maßnahme der Sicherheitsverwahrung sowie körperliche Gewalt im öffentlichen Raum zentrale Themen waren, haben die infolge der Föderalismusreform diskutierten Strafvollzugsgesetze der Länder nach langer Zeit wieder einmal das kriminalpolitische Ziel der Resozialisierung ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass viele Probleme im gesellschaftlichen Umgang mit abweichendem Verhalten seit langem bekannt sind, die kriminalpolitischen Strategien von ihren Prinzipien her jedoch nur wenig variieren. Der Blick in die Geschichte verdeutlicht aber ebenso, dass gesellschaftlicher Wandel zeitspezifische Deliktmuster hervorbringt und dass Normen und Sanktionen immer wieder aufs Neue verhandelt werden. Die Erforschung der Geschichte von Kriminalität und Strafjustiz kann in Deutschland mittlerweile auf eine mehr als 20-jährige Tradition zurückblicken. Die sich wandelnden Themen, Fragestellungen und Methoden verweisen darauf, dass auch die historische Kriminalitätsforschung Konjunkturen unterliegt. Während sich die Untersuchungen lange auf das Spätmittelalter und die Frühe Neuzeit konzentrierten; wird inzwischen auch das 19. und 20. Jahrhundert verstärkt in den Blick genommen. Der große Zuspruch, den die im Dezember 2012 in Paderborn abgehaltene Tagung zur Historischen Kriminalitätsforschung fand, hat gezeigt, dass es weiterhin reges Forschungsinteresse am Themenkomplex Kriminalität und Strafen und damit auch Bedarf an regelmäßigem Austausch und Vernetzung zwischen den Forschenden gibt. Deshalb möchten wir alle Kolleginnen und Kollegen, die sich mit der Geschichte von Kriminalität und Strafjustiz in der Moderne (18. - 20. Jahrhundert) beschäftigen, herzlich zu einer Tagung einladen, die vom 19. bis 21. September 2013 in München stattfinden wird. Dabei verzichten wir bewusst auf eine thematische Eingrenzung, sondern wollen Gelegenheit zur Diskussion von Promotions-, Habilitations- und anderen Projekten und zum Austausch über aktuelle Forschungsfragen bieten. Die Tagung ist interdisziplinär ausgerichtet, neben der Geschichte und Rechtsgeschichte sind ausdrücklich auch Beiträge etwa aus den Fächern Soziologie, Rechtswissenschaften, Anthropologie, Ethnologie oder Politikwissenschaft willkommen. Wir bitten um Vortragsvorschläge bis zum 20. März 2013 an die drei untenstehenden Organisatoren. Die Vorschläge sollten Vortragstitel, eine Zusammenfassung des Vortragsthemas (max. 1 Seite) und kurze Angaben zur Person (max. 1 Seite) beinhalten und den Organisatoren in einer kombinierten PDF-Datei per Email übermittelt werden. Der zeitliche Rahmen der Referate umfasst 20 Minuten. Die Tagung wird im Tagungshaus des Instituts für Jugendarbeit in Gauting bei München stattfinden, das kostengünstig Übernachtung und Vollverpflegung anbietet (ca. 125 EUR für die gesamte Tagung). Kosten für Anreise und Unterkunft können leider nicht übernommen werden. Tagungsorganisation: Prof. Dr. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it , LMU München Dr. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it , Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte Dr. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it , Deutsches Historisches Institut Washington |